Mittwoch, 7. April 2010

Tag 1

Es ist komisch.
Ich würde gerne aufstehen,
duschen gehen, mich fertig machen,
losgehen in's Yaam, zu meinen Freunden,
heute Abend feiern gehen und einfach leben,
so wie vorher.
Aber ich kann nicht.
Irgendwie.
Da ist was, was mich abhält,
was mich liegen lässt während die anderen weitergehen.
Ich würde so gerne weiter kämpfen,
aber ich habe einfach keine Kraft mehr.
Da ist nichts was mich antreibt,
jeder Rest Sinn der sich versteckt hat ist verloren gegangen
und ich suche krampfhaft nach Antworten und Lösungen,
aber ich bleibe im Dunkeln stehen.
Manchmal fühle ich mich wie blind vor allem Guten.
Ich suche und suche und finde nichts was mich wach hält.

Ich bin aufgewacht, für ihn
um zu merken das die Welt in der ich erwacht bin
genau das war, wovor ich solche Angst hatte,
genau der Grund war, wieso ich hätte einfach weiter schlafen sollen.
Oder müssen.

Ich finde mich nicht wieder, nirgends.

"Es wird wieder gut." - natürlich.
Aber alle sagen das, als wäre es ihnen nie so gegangen wie mir gerade.
Man kann nicht denken, nicht fühlen, nicht mal mehr lieben.
Da ist immoment nichts.
Und am allerwenigstens der Gedanke daran,
dass es "wieder gut wird".
Ich weine und weine und manchmal weine ich nicht,
weil ich nicht mehr weinen kann und dann weine ich wieder,
weil ich kaputt gehe.
Ich kann nicht einmal Trost in meinen besten Freunden finden,
die täglich um mich herum sind und mir immer wieder hochhelfen..
wie soll mich dann damit abfinden zu sagen "Es wird wieder"?
Nein, so einfach ist das nicht
und das weiß jeder, nicht nur ich.
Ich muss warten und ich hab Angst.
Aber ich hoffe, dass habe ich die ganze zeit getan
und manchmal glaube ich, dass Hoffnung das einzige ist an dem ich mich noch festklammer.
Ich glaube, ohne sie würde ich schon längst nicht mehr stehen.
Wenn ich das überhaupt noch tue.


Ich gehe wieder schlafen, Welt.
Es wird das Beste sein.

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